Ein Lehrstück über politische Glaubwürdigkeit

🛹 – Skaterplatz Schrobenhausen

Servus miteinander,

der Skaterplatz in Schrobenhausen ist mehr als nur ein paar Rampen und Betonflächen. Er ist Treffpunkt. Trainingsort. Bühne. Rückzugsraum. Für viele Jugendliche ist er ein Stück Heimat.

Und er ist – leider – auch ein Beispiel dafür, wie Politik Vertrauen verspielen kann.

der skaterrplatz in Schrobenhausen

📅 Die Chronologie des Hin und Her

Wer die Berichterstattung der Schrobenhausener Zeitung verfolgt hat, erkennt ein klares Muster:

  • Der bestehende Platz ist marode, nicht einsteigerfreundlich, mit klaffenden Fugen.
  • In Workshops haben Jugendliche gemeinsam mit Planern ihren „Wunschpark“ entwickelt.
  • Rund 60.000 Euro Planungskosten sind bereits geflossen.
  • Die Umsetzung wurde mehrfach angekündigt.
  • Im Haushalt standen zeitweise 150.000 Euro.
  • Dann wurden die Mittel wieder gestrichen.
  • Verschiebung auf 2026.
  • Dann wieder Verweis auf die Landesgartenschau.
  • Perspektive: vielleicht 2028.
  • Zwischenlösung: 20.000 Euro für weitere Planung.

Das alles bei geschätzten Gesamtkosten von rund 450.000 bis 570.000 Euro – mit Aussicht auf Förderung.

Und jedes Mal hören die Jugendlichen: „Es tut sich was.“
Nur: Es tut sich nichts.


👥 Ich war nah dran – und ich kenne den Frust

Ich habe mich oft mit den jungen Menschen unterhalten und alles rund um das Thema aufmerksam verfolgt. Ich habe erlebt, wie ernst sie ihre Anliegen nehmen – und wie sehr sie sich eine verlässliche Perspektive wünschen.

Und ich habe gesehen, wie sie im Stadtrat von der Zuschauertribüne heruntergerufen haben, weil sie sich nicht mehr vertreten fühlten.

Ganz ehrlich: Ich verstehe sie.

Wenn junge Menschen lernen, dass Beteiligung zwar gewünscht ist – aber folgenlos bleibt, dann verlieren wir mehr als nur einen Skaterplatz.

Dann verlieren wir Vertrauen.


🤔 Was macht das mit der Glaubwürdigkeit von Politik?

Man kann über Prioritäten diskutieren. Über Haushaltslagen. Über Großprojekte wie die Landesgartenschau. Über Schuldenstände.

Aber was man nicht tun darf:

  • Versprechen geben und sie wieder einkassieren.
  • Beteiligung einfordern und Ergebnisse auf die lange Bank schieben.
  • Engagement loben – und dann ins Leere laufen lassen.

Wenn selbst auf kommunaler Ebene Zusagen immer wieder relativiert werden, wie sollen dann Millionen Menschen der Politik insgesamt noch vertrauen?

Vertrauen entsteht nicht durch große Reden.
Vertrauen entsteht durch Verlässlichkeit.


🏙️ Es geht um mehr als Skateboards

Der Skaterplatz ist kein Luxusprojekt. Er ist:

  • Jugendarbeit
  • Prävention
  • Begegnungsort
  • Stadtentwicklung
  • Standortfaktor

Jugendliche haben ein Zeitfenster von vier, fünf Jahren. Danach sind sie erwachsen. Wer ihnen heute sagt: „Vielleicht 2028“, der sagt faktisch: „Nicht mehr für euch.“

Das ist die eigentliche Tragik.


⚠️ Und das ist kein Einzelfall

Der Skaterplatz ist nur ein Beispiel von vielen.

Ein Beispiel für den oft zu großen Stillstand in unserer Stadt.
Für Projekte, die angestoßen werden – und dann versanden.
Für Ideen, die angekündigt werden – und dann im Klein-Klein steckenbleiben.

Dieses Muster frustriert nicht nur Jugendliche.
Es frustriert viele Bürgerinnen und Bürger.

Und genau hier müssen wir ansetzen.


💬 Was ich ändern will

Ich will, dass wir wieder verlässlicher werden.
Klarer in unseren Entscheidungen.
Transparenter in unserer Kommunikation.

Gemeinsam mit den anderen von der Schrobenhausener Wählergemeinschaft (SWG) will ich diesen Stillstand aufbrechen – so wie ich es auf meiner Webseite bereits mehrfach beschrieben habe.

Für mich heißt das:

  • Projekte sauber planen – und dann konsequent umsetzen.
  • Beteiligung ernst nehmen – und Ergebnisse nicht relativieren.
  • Prioritäten klar benennen – statt alles gleichzeitig halbherzig zu beginnen.

Schrobenhausen braucht keinen Aktionismus.
Aber es braucht endlich Tempo. 💪


Der Skaterplatz ist ein kleines Projekt im Vergleich zu Millionenbeträgen im Haushalt. Aber er ist ein großes Symbol.

Für Verlässlichkeit.
Oder für das Gegenteil.

Und genau deshalb geht es hier um mehr als Beton und Rampen.

Es geht um Vertrauen.

Was meinst du?
Ist das nur ein Randthema – oder ein Spiegelbild dafür, wie wir Politik in unserer Stadt machen?

Der Skaterplatz in der Schrobenhausener Zeitung:

11.02.2026 – Aus der Sitzung

09.07.2025 – Schrobenhausener Bauausschuss zeigt sich begeistert von Skaterplatz-Planungen

07.07.2025 – Skaterplatz im Ausschuss

22.04.2025 – Warten auf den Skaterplatz in Schrobenhausen – Sanierung um weiteres Jahr verschoben

28.03.2025 – Bei Dirtpark und Skaterplatz geht es voran

04.11.2024 – Skatepark: Wie geht es weiter?

22.04.2024 – Umfrage zum Skatepark

👉 Mehr über meine Haltung und Motivation: Meine Sicht der Dinge – ganz offen gesagt 😊

Folge mir: FacebookInstagram