Spotted-Trend bei Facebook

Am 08.02.2013 wurde im Studio Schrobenhausener Land auf inTV (Link zum Video) ausgestrahlt. Ich durfte auch eine kurze Stellungnahme (8:30) zum Thema Spotted Seiten geben.

Hier noch ein paar Ergänzungen:

Die Spoddet- Seiten boomen, haben Tausende Fans. Anfänglich an Universitäten hat der Trend jetzt auch Schrobenhausen erwischt mitlerweile hat die Schrobenhausener Spotted seite über 1900 klicks.

Für die Suchenden läuft das alles anonym. Für den Gesuchten sieht es anders aus und genau hier liegt die Gefahr. In den Kommentaren können Freunde, die glauben, jemanden erkannt zu haben, beispielsweise einen Link zu deren Facebook-Seite posten.

Ich halte die Spotted-Seiten für problematisch. „Auch wenn man in bester Absicht schreibt und meint, man würde nur unverfängliche Informationen preisgeben, kann das für den Einzelnen fatale Folgen haben.“ Zum Beispiel, wenn der Arbeitgeber die Anzeige sieht und feststellt, dass der Gesuchte ein Mitarbeiter ist, der sich krankgemeldet hatte – und nun gesehen wurde. Das Problem IST vor allem die große Reichweite der Seiten, aber auch, dass die Anfragen über einen langen Zeitraum abrufbar seien. Ich rate deshalb, vor jeder Nachricht an solche Seiten sehr sorgfältig nachzudenken, was man schreibt.

Auch die Administratoren und Moderatoren müssen verantwortungsvoll mit den Meldungen umgehen. Nachrichten die die Persönlichkeitsrechte verletzen oder Mobbing muss gelöscht und Nutzer ggf. gesperrt werden.

Wir müssen mit den neuen Trends leben, wir können diese nicht verhindern. Aufklärung, Information und somit ein verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien muss unser Ziel sein.

 

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