Leserbrief an die Schrobenhausener Zeitung

Leserbrief zum Artikel „Willkommen im Stadtratscamp“ vom 05.02.2014

Hat Herr Lemal den Sinn des Streamings von Stadtratssitzungen verstanden? Es geht sicherlich nicht darum, Mauscheleien auf zu decken, oder wie bei seinem Vergleich, bestimmte Personen oder den ganzen Stadtrat, wie beim Dschungelcamp vorzuführen. Es geht um Transparenz und eine offenere Politik, die für den Wähler nachvollziehbarer werden soll. Nicht jeder hat wirklich die Zeit Stadtratssitzungen zu besuchen. Es gibt Menschen, die zu dieser Zeit arbeiten oder auch Mütter die ihre Kinder betreuen, Ältere oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität und viele Gründe mehr, die gegen den Besuch der Sitzungen sprechen können. Haben diese Menschen kein Recht darauf zu sehen, wie der von ihnen gewählte Volksvertreter sich bei bestimmten Themen verhält? Zudem vertreten wir die Auffassung, dass durch mehr Transparenz bzw. Information die Politikverdrossenheit der Bevölkerung entgegen gewirkt werden kann.

Buegerbeteiligung piraten
Ja, Herr Lemal hat recht, 1.500 Euro pro Sitzung erscheint uns auch zu viel. Aus diesem Grund haben wir dem gesamten Stadtrat unseren offenen Brief übergeben. Bei unserem Beispiel belaufen sich die Streamingkosten auf 10 Euro pro Stunde. In dem Interview ist Herrn Lemal auch dieser Betrag zu viel. Hat Herr Lemal den Brief wirklich gelesen? Oder wünscht er sich heimlich doch ein Dschungelcamp, bei dem er für die Übertragung eine Gage erhält. Ganz nach dem Motto geschenkt wäre auch noch zu teuer.

Klaus Toll, Schrobenhausen
Josef Dietenhauser, Linden

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Demokratie, Schrobenhausen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten auf Leserbrief an die Schrobenhausener Zeitung

  1. Gerhard sagt:

    Wie wär’s die Sitzungen ganz einfach aufzuzeichnen und online zu stellen? Die Kosten wären minimal bis nicht vorhanden. Außerdem könnte man problemlos berücksichtigen, wenn die Redebeiträge eines Stadtratsmitglieds ganz oder teilweise nicht gesendet werden sollen. Man müsste halt sicherstellen, dass nicht versehentlich Sitzungsbesucher gefilmt werden, denn dann bräuchte man jeweils deren schriftliches Einverständnis.

    • Klaus Toll Klaus Toll sagt:

      Sicher wäre das auch eine Alternative. Wobei dafür die gleichen Hardwarevorraussetzungen gelten und wie in unserem Brief beschrieben die reinen Streamingkosten mit 10 €/Std. doch wirklich nicht zu viel sind, oder?

      Bei den Redebeiträgen der Stadtratsmitgliedern verstehe die Einstellung verschiedener Herren nicht. InTv ist bei jeder Sitzung anwesend, da hat auch noch keiner widersprochen, ebenso ist noch kein Gast nach seinem Einverständnis gefragt worden.

  2. Gerhard sagt:

    Ich find’s eher abschreckend, wenn man beim Besuch einer Sitzung damit rechnen muss im Fernsehen / Internet zu landen. Da würde ich persönlich nicht hingehen.

    • Alex sagt:

      Hallo Gerhard,
      die Gäste werden hier nicht mit gefilmt bzw. muss es die Möglichkeit geben, an der Stadtratssitzung teilzunehmen, ohne aufgezeichnet zu werden.

      Es geht ja auch nicht um die Gäste, sondern um die Stadträte.

Schreibe einen Kommentar